Wildes Campbell River auf Vancouver Island

Artikel - Wildes Campbell River auf Vancouver Island

Icon für Sprechblase im INTO CI
Anja
Kanada
Ein Semester

Hallo zäme 

Ich bin Anja und ich war 2022-2023 für ein Semester in Campbell River Kanada. In diesem Bericht werde ich euch ein bisschen von meinen Erfahrungen erzählen. 

Der Flug nach Kanada hat mir am Anfang ein wenig Angst gemacht, da ich noch nie ohne meine Eltern geflogen bin und dann war es erst noch so ein langer Flug. Die Sorgen waren jedoch unbegründet, es lief alles glatt. Der Abschied fiel mir nicht so schwer, da ich mich vor allem freute und es noch gar nicht realisierte, dass ich alle meine Freunde und Familie jetzt für fünf Monate nicht sehen werde. 

Wir waren recht viele auf dem Flug von Zürich nach Vancouver. Das war gut, da wir uns immer irgendwie weiterhelfen konnten. Zudem verging die Zeit so deutlich schneller. 

Von Vancouver ging es für mich und zwei andere weiter nach Campbell River. Am Flughafen hatten wir einen «Layover» von 10 Stunden. Dadurch hatten wir keinen Stress, aber wir waren auch alle sehr müde und konnten es kaum abwarten endlich anzukommen. Wir kamen schlussendlich ungefähr um 24.00 Uhr nachts an. Da sah ich meine Gastfamilie zum ersten Mal. Es war sehr aufregend, wir haben uns von Anfang an gut verstanden.

Meine Gastschwester ist sechs und wir haben immer zusammen gespielt, gesungen und getanzt. Mit meiner Gastfamilie habe ich mich hervorragend verstanden. Meine Gasteltern sind beide sehr jung und dadurch konnten wir über alles reden und es war immer Verständnis da. 

Bevor die Schule anfing, hatten wir noch ungefähr eine Woche Ferien, die habe ich genutzt, um so richtig anzukommen und wir hatten auch ein Welcome Meeting. Da lernte ich viele andere Austauschschüler:innen kennen und viele davon wurden zu guten Freunden. 

Kanada Sea
Kanada

Der erste Schultag war sehr aufregend, es war alles so neu. Ich war am Anfang ein wenig verloren, doch man hat nur 4 Fächer und man findet sich daher sehr schnell zurecht. Ich hatte Mathe, Philosophie, Body Zen und Keramik/Töpfern. Ich mochte eigentlich alle Fächer. Rein akademisch habe ich solche Fächer gewählt, die mir Spass machen. Ich mochte Body Zen besonders gerne, das ist eigentlich Yoga und Pilates. Meine Lehrerin war sehr gut und es tat gut, sich mindestens einmal am Tag zu bewegen. 

Kanadier:innen sind alle sehr freundlich und es fiel mir daher nicht besonders schwer, Freunde zu finden. Man muss sich aber wirklich trauen, Leute einfach anzusprechen und sie zu fragen, ob man mit ihnen essen kann. Sie werden meistens ja sagen. Ich habe mich mit sehr vielen Austauschschüler:innen angefreundet. Sich mit ihnen anzufreunden ist einfacher, da sie auch noch niemanden kennen und dich verstehen werden, da sie Ähnliches erleben. 

In meiner Freizeit ging ich oft spazieren, die Natur auf Vancouver Island ist wirklich unglaublich schön. Mit Freund:innen gingen wir ab und zu zu Tim Hortons (liebevoll Timmies genannt) oder Downtown. Manchmal gingen wir auch zu jemandem nach Hause, dann übernachteten wir meistens bei der Person, da fast keine Busse fahren. 

Die Partnerorganisation von INTO hat einen lokalen Sitz in Campbell River und veranstaltet einmal im Monat ein Lunch Meeting mit Pizzen und Informationen. Zudem hatten wir die Möglichkeit, auf Trips zu gehen, unter anderem auch Whale Watching und es wurden auch einmal Yoga-Stunden organisiert. Der Trip nach Victoria war sehr schön. Wir hatten sehr viel Freizeit, was gut war. Wir gingen unter anderem in einen Seilpark und in das Royal BC Museum. 

Bei INTO habe ich mich immer sehr wohl gefühlt und es wurde mir immer geholfen, falls ich ein Problem hatte. Es sind alle immer sehr nett und auch die Vorbereitungsseminare fand ich gut. 

Noch ein kurzes Fazit zum Abschluss. Ich habe so viele Erfahrungen gemacht in diesem Semester und viele Freunde gefunden. Ich werde diese Zeit nie vergessen. Es war aber auch nicht immer einfach. Zu Zeiten habe ich mich sehr einsam gefühlt, da es doch ein paar Wochen dauert, bis man gute Freunde hat. Das gehört dazu! Ich würde es auf jeden Fall empfehlen. Versuch aber, dir nicht zu viel Druck zu machen, es wird eine tolle Zeit sein, doch es wird nicht immer eine 10/10 Erfahrung sein. Wie in allem ist es ein wenig ein auf und ab.

Interessiert? Hier geht's weiter:

Beratungstermin vereinbaren Programme in Kanada